Via Alpina September 2017 – Zu Fuss von Sargans nach Montreux in 17 Tagen

Bei der Via Alpina Schweiz (Nationaler Wanderweg Nr. 1) handelt es sich um eine markierte Wanderroute, welche von Vaduz im Fürstentum Liechtenstein bis nach Montreux am Genfersee verläuft. Dabei legt man insgesamt 390 Streckenkilometer zurück und überwindet 23500 Höhenmeter hinauf und 24700 Höhenmeter hinunter. Die Route gliedert sich in 20 Abschnitte. Das Besondere an diesem Wanderweg ist, dass sich die Strecke mit einem bestimmten Muster präsentiert: Jeden Tag (sofern man stets im Tal und nicht in den Bergen z.B. im Zelt übernachtet) gilt es, zuerst einen Pass zu erklimmen, um dann nach Übersteigung des höchsten Punktes wieder ins Flachland oder zumindest von der Passhöhe hinunter abzusteigen. Läuft man die Route am Stück, sollte man folglich einigermassen fit sein (oder aber genügend Pausentage einplanen). Dabei überquert man wunderschöne Alpen, wandert durch einsame und touristisch nicht oder nur wenig erschlossene Täler, entdeckt abgelegene Orte, welche die meisten Wanderer ansonsten wohl eher nie erkunden würden, und geniesst jeden Tag die wunderschöne Aussicht auf unsere faszinierende Bergwelt.

Zusammen mit meinem Mann habe ich diese Route im September 2017 zurückgelegt, wobei wir aufgrund des enorm schlechten Wetters drei der Pässe nicht oder nicht komplett überqueren konnten. Die Besonderheit an unserer Tour war, dass wir unsere Kickboards auf die Rücksäcke geschnallt hatten, was uns hin und wieder die letzten Kilometer eines Tagesabschnittes, welche manchmal auf Asphaltstrassen aus den Tälern hinaus und in die Zivilisation führten, enorm erleichtert hat. Zudem waren wir in den Dörfern selbst flexibel, das heisst für die Einkäufe der Verpflegung oder das Aufsuchen unserer Übernachtungsmöglichkeiten mussten wir nicht erst noch kilometerweit durch das Dorf laufen, sondern konnten uns kurzerhand auf unsere Kickboards stellen.

Übernachtet haben wir jeweils in Pensionen, Gasthöfen und Hotels – somit liefen wir angesichts der nicht notwendigen Übernachtungs- und Kochausrüstung mit sehr leichtem Gepäck. Gebucht haben wir die Unterkünfte jeweils relativ kurzfristig (manchmal erst am selben Tag telefonisch), um uns hinsichtlich unseres Wandertempos oder allfälliger Pausentage grösstmögliche Flexibilität zu bewahren. Da unsere vorhandene Zeit eher etwas knapp bemessen war, sparten wir uns die erste flache Tagesetappe durchs Rheintal von Vaduz nach Sargans und starteten direkt in Sargans. Hier geht’s zum Reisebericht mit Fotos.